Jean-Louis Joubert lebt als angesehener Börsenmakler ein angenehm-bourgeoises Leben mit seiner Frau Suzanne in einer großen eleganten Wohnung in einem vornehmen Pariser Bezirk. Es sind die 1960er Jahre, das Geschäft boomt, und Monsieur hat keine Sorgen - außer der um sein Frühstücksei, das er jeden Morgen perfekt dreieinhalb Minuten gekocht neben der Zeitung vorzufinden wünscht. Als seine langjährige Haushälterin Germaine nach einem lautstarken Streit kündigt, muss sich Monsieur Jean-Louis nicht nur selbst um sein Frühstück kümmern: Bald ist auch kein einziges sauberes Hemd mehr im Schrank. Suzanne muss schleunigst ein neues Dienstmädchen finden. Madame Joubert, die ursprünglich aus der Provinz kommt, bewegt sich immer etwas unsicher in der feinen Pariser Gesellschaft, zu der sie unbedingt dazu gehören möchte. Ihre versierten Freundinnen raten ihr zu spanischem Personal. Die Spanierinnen gelten als fleißig und sauber und haben einen guten Ruf. Da trifft es sich gut, dass die junge Maria, die gerade aus Spanien angekommen ist und in ihrem Haus in der 6. Etage bei ihrer Tante Concepcion Unterschlupf gefunden hat. So landet die hübsche Spanierin im Haushalt Joubert. Sie erweist sich als wahrer Glücksgriff. Monsieur blüht auf - nicht nur sein Frühstücksei ist perfekt. Und auch Madame ist mit ihrer neuen Haushaltshilfe äußerst zufrieden. Eines Tages hilft Jean-Louis Maria, ein paar Dinge aus der Wohnung auf den Speicher zu bringen. Durch eine kleine Tür führt der Dienstbotenzugang ihn eine steile Treppe hinauf in eine für ihn ganz neue Welt. Unterm Dach, in der 6. Etage, ist das Reich der Dienstmädchen, die für die Herrschaften in den Wohnungen darunter arbeiten. Dort lernt Monsieur Jean-Louis eine Gruppe von sechs Spanierinnen kennen, die mit ihm im gleichen Haus leben, und von deren Existenz er bisher nichts ahnte. Die Frauen sind nicht begeistert über den ungebetenen männlichen Gast und möchten ihn am liebsten zurückschicken in seine herrschaftlichen Gemächer. Doch als er ihre verstopfte Toilette - es gibt nur diese eine - reparieren lässt, hat er ihr Herz gewonnen. Nach anfänglichem Misstrauen nehmen sie den schüchtern-charmanten "besseren" Herrn unter ihre Fittiche. Und als sie ihn zu einem Fest einladen, bei dem gegessen, getrunken, gesungen und getanzt wird, steht er erst unbeholfen im Abseits, lässt sich dann aber doch gern zu einem Tänzchen verführen...
Je mehr Monsieur die echten einfachen Freuden, aber auch die Sorgen des Lebens seiner neuen Freundinnen kennenlernt, umso fremder fühlt er sich in seiner eigenen Welt, bei seiner von sozialen Zwängen getriebenen Frau, seinen prestigesüchtigen Arbeitskollegen und seinen Söhne, die nur in den Ferien aus dem Internat nach Hause kommen. Suzanne bemerkt die Veränderungen im Verhalten ihres Mannes, vermutet aber eine Affäre mit einer seiner reichen Klientinnen und setzt ihn schließlich verletzt vor die Tür. Ihr Versuch, den Mann, den sie wirklich liebt, zurückzugewinnen, scheitert. Jean-Louis hat eine andere Lebensluft geschnuppert und ist nicht mehr bereit, in alte Muster zurückzukehren. Inzwischen hat er ein eigenes Dienstbotenzimmer im 6. Stock bezogen und genießt, zwar auf engstem Raum und ohne fließend warmes Wasser, seine neu gewonnene Freiheit, die mit allem Luxus und Komfort seines alten Lebens nicht aufzuwiegen ist. Er will noch einmal ganz von vorne anfangen...
Je mehr Monsieur die echten einfachen Freuden, aber auch die Sorgen des Lebens seiner neuen Freundinnen kennenlernt, umso fremder fühlt er sich in seiner eigenen Welt, bei seiner von sozialen Zwängen getriebenen Frau, seinen prestigesüchtigen Arbeitskollegen und seinen Söhne, die nur in den Ferien aus dem Internat nach Hause kommen. Suzanne bemerkt die Veränderungen im Verhalten ihres Mannes, vermutet aber eine Affäre mit einer seiner reichen Klientinnen und setzt ihn schließlich verletzt vor die Tür. Ihr Versuch, den Mann, den sie wirklich liebt, zurückzugewinnen, scheitert. Jean-Louis hat eine andere Lebensluft geschnuppert und ist nicht mehr bereit, in alte Muster zurückzukehren. Inzwischen hat er ein eigenes Dienstbotenzimmer im 6. Stock bezogen und genießt, zwar auf engstem Raum und ohne fließend warmes Wasser, seine neu gewonnene Freiheit, die mit allem Luxus und Komfort seines alten Lebens nicht aufzuwiegen ist. Er will noch einmal ganz von vorne anfangen...




