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Des ned

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mit AUSTRIA 2 CD
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Austropop? Noch vor nicht allzulanger Zeit war allein das Stichwort ein Unding. „Ich mag den Begriff nicht, er klingt wie eine Automarke“ gab Ludwig Hirsch selig zu Protokoll. Marianne Mendt, mit der „Glock’n, die 24 Stund’n läut’“ eine der Ahnfrauen des Genres, stellte klar: „Die Zeit des Austropop ist vorbei“. Quasi das Totenglöckerl.
Und nun soll wieder alles anders sein? Eine Wunderheilung ebenso lästiger wie uralter Kultur-Hämorrhoiden? The Return of Austropop? Die Wahrheit, meine Damen und Herren, ist eine viel einfachere, banalere und zwingendere: das Pendel musste wieder einmal zum Ausgangspunkt zurückkehren. Der Ausgangspunkt war: Lust an der deutschen Sprache, am Dialekt, an lokalen und regionalen Beobachtungen, Sprachbildern, Gefühlen und Gegebenheiten. Dass zwischendurch - und immer wieder - das Pendel scharf in die Gegenrichtung ausschlug, wo junge Wilde den Altvorderen den nackten Hintern zeigten und alles neu, besser, anders machen wollten und natürlich auf keinen Fall „Austropop“ - das ist der natürliche Lauf der Dinge. Der ewige Zyklus von Bewegung und Gegenbewegung, von Anziehung und Abstoßung, von Verehrung und Abscheu.
Anno 2013 markiert das Pendel wieder ein Mode-Hoch. Und ermöglicht, vielleicht von einigen notorisch geisterfahrenden Pendlern im Feuilleton-Salonwagen abgesehen, einen entspannten, ja liebevollen Blick über die Schulter zurück. Und zugleich einen Blick vorwärts auf frische Kräfte wie AUSTRIA2. Alias Wolfgang Stefl und Herbert Fröhler. Alleine die Namensgebung zeugt von einer leicht ironischen, doch nicht unsympathischen Anmaßung. In die Fußstapfen von Ambros, Danzer und Fendrich - die unter dem Signet „Austria3“ als Trio in den neunziger Jahren des vorigen Jahrhunderets enorm erfolgreich waren - treten zu wollen, ist jedenfalls ka Bemmerl, wie man in Wien so sagt.
Stefl und Fröhler, live und im Studio ergänzt u.a. von Sem Klinghofer (Percussion, Schlagzeug), Georg Kapral (Dudelsack) und Sandra Zeitler (Vocals), sind als AUSTRIA2 noch jung im Geschäft. 2010 gegründet, zeugte schon der Titel der ersten CD zwei Jahre danach von Mutterwitz: „Nix erreicht“. Tatsächlich erreichte man den Gewinn des Bandwettbewerbs Aspern-Essling, Auftritte mit einschlägigen Größen wie Wilfried, Andy Baum, Ulli Bäer und Boris Bukowski und zudem die Aufmerksamkeit von Blacky Schwarz, dem ehemaligen Manager von Georg Danzer. Und nun also: „Des Ned“. Das Album ist auf gewisse Weise erstaunlich. Einerseits, weil es sich den alten Helden, Einflüssen und Vorlagen bis hin zur Selbstverleugnung nähert. Mal meint man Ludwig Hirsch selig zu hören, Georg Danzer himself („Ollas geht amoi vorbei“) oder die EAV in Höchstform, immer wieder lugen Rainhard Fendrich oder Peter Cornelius um die Ecke und dann wieder wird der Neo-Austropop in die Nähe von populistischen Ezzesgebern wie Blondl, Klaus & Ferdl, der Spitzbuam oder Hinichen gerückt.
Denn das, zweitens, lässt sich nicht leugnen: das Bierzelt ist für AUSTRIA2 ein natürlicheres Biotop als der Elfenbeinturm. Dann aber wird es wieder kritisch, eventuell sogar sozialkritisch - das „lustig-heitere Gewand“, das Stefl/Fröhler den Musikstücken nach eigenen Angaben überziehen, erweist sich bisweilen als enges Korsett, das Hirn und Hintern gleichermaßen zwickt. Wer aber Songs wie „Rotkapplate“ - ganze sechseinhalb Minuten lang -, „Zruck“ oder das CD-Titelstück „Des Ned“ schreibt, darf sich auch Wortspiele mit Macho-Treppenwitzen („Gut zu Vögeln“) oder einen „Bonus-Dreck“ wie den Live-Call/Response-Hadern „Weana Madln“ erlauben.
Dieses Kalkül, das letztlich nicht konstruiert wirkt, sondern gleichermaßen unbeschwert, g’fühlig und nassforsch, könnte funktionieren. Werden wir AUSTRIA2 auf Radio Wien hören? Werden wir Wolfgang Stefl und Herbert Fröhler in der Stadthalle sehen? Wird irgendjemand „Schlager“ schreien? Wird ein neues Kapitel der Austropop- Historie eröffnet? Des ned. Oder doch? Nun, manches hat sich gewiss überlebt, aber das Genre per se hat auch überlebt - da kommen AUSTRIA 2 gerade recht. Und manchen Neue Welle-, Alternative Rock- und Techno-Frühpensionisten Tränen der Rührung.
(Text: Walter Gröbchen.)
Tracklist
  • 1. Pfeif eana was
  • 2. Feiawerka
  • 3. Nix scheißen
  • 4. Ned ohne uns
  • 5. Mehr als alles andre auf der Welt
  • 6. Gut zu Vögeln
  • 7. Rotkapplate
  • 8. Da erste Schnee
  • 9. Ollas geht amoi vorbei
  • 10. Zruck
  • 11. Des ned
  • 12. Weana Madln
Produktinfo

Zusatzinformation

Interpret AUSTRIA 2
Genre Austro-Pop
Label HF Records
Art. Nr. X1910002-2
EAN 9006472024644
Medium CD
Set-Inhalt 1
Veröffentlichungsdatum 06.09.2013
FSK Nein
Preis-Code AZ

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