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Regisseur Martin Kusej befreit Schönherr vom Stigma des Heimatdichters, verwirft den Naturalismus, erzählt eine Dreiecksgeschichte von Strindbergschem Zuschnitt. Und welches Ereignis! 100 Minuten intensivste Theaterdroge.
(Wiener Zeitung)
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Regisseur Martin Kusej lässt in seiner spektakulären "Weibsteufel"-Inszenierung in Wien die Romantik explodieren. Die drei jungen Menschen bewegen sich in dem Geflecht der Stämme wie Tiere in einem Netz, das irgendwer ausgespannt hat [.] Ist das alles nun eine Männerphantasie? Das Publikum war nach den zwei Stunden schier hin und weg, und das sah bedenklich so aus, als würde es hier zu einer Affektentladung kommen, als hätte sich etwas in den Städten und Betten aufgestaut, das durch diese Inszenierung freigesetzt würde. Kusej hat aus dem Stück eine Abfolge von Szenen gemacht, die wie Hagelkörner niedergingen. Die Spannung sprang über die drei auf den Bäumen weit hinaus, sie glich den sich übers ganze Leben hinziehenden Sekunden, wenn ein Mann und eine Frau aufeinanderstoßen und sofort wissen, dass es sie zueinander treiben wird. Das sind Dramen. (FAZ am Sonntag)
Mit: Birgit Minichmayr, Nicholas Ofczarek, Werner Wölbern
Regie: Martin Kusej
Bühne: Martin Zehetgruber
Kostüme: Heide Kastler
Musik: Bert Wrede
Licht: Felix Dreyer
Dramaturgie: Sebastian Huber
Aufzeichnung aus dem Akademietheater 2009
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