Clara Luzia & The Quiet Version präsentieren englisch- und deutschsprachige Songs in luftig-atmosphärischer Besetzung. Im März 2025 präsentierte Clara Luzia die Live-Band „The Quiet Version“ auf einer kleinen Tour auf österreichischen Bühnen. Ziel war es, neben der seit Jahren etablierten Stammband eine zweite Formation zu etablieren, die sich um die leiseren Töne in Claras Oeuvre kümmert. Die erste Tour mit „The Quiet Version“ fühlte sich gut an, dem Publikum gefiel’s, also kommt nun das entsprechende Album.
Wie auch das Live-Programm ist die Platte in zwei Hälften unterteilt: Eine deutschsprachige und eine englischsprachige. Die Sprache ist für Clara Luzia wie ein weiteres Instrument: Die Klangfarbe muss passen. Deshalb gab es - obwohl Luzia immer auch auf Deutsch geschrieben hat - bisher keine deutschsprachigen Clara-Luzia-Veröffentlichungen. In diesen Rahmen nun aber passt die eigene Stimmung, die die deutsche Sprache mit sich bringt gut - und es kann sein, dass Clara Luzia mit „The Quiet Version“ bald nur mehr Deutsch singt. Aber bleiben wir in der Gegenwart beziehungsweise springen wir noch kurz in die Vergangenheit: „All We Can’t Bend“ - der Opener des Albums - ist eine 20 Jahre alte Nummer, die Clara Luzia bereits mit ihrer ersten Band 2005 veröffentlicht hat. Eine introspektive, melancholisch-luftige Betrachtung einer romantischen Zweierbeziehung - getragen von Kaya Mellers schwebenden Trompetenklängen, die damit gleich den Sound setzt für den Großteil des restlichen Albums. Gillian Welch’s 2001 veröffentlichte bittersüße Antwort auf den damals florierenden illegalen Musikdownload - „Everything Is Free“ - ist auch in Zeiten legalisierten Streamings noch immer gültig mit so treffenden Zeilen wie „Someone hit the big score / they figured it out / that we’re gonna do it anyway / even if it doesn’t pay“. Großes Thema auch auf diesem Album ist der Umgang von uns Menschen mit unseren nicht-menschlichen Mitlebewesen - was wiederum rückwirkt auf unseren Umgang mit Unseresgleichen. Status: Es ist kompliziert. „The Great Barrier Reef“ will daran erinnern, dass wir - egal, in welcher Form wir auf dieser Erde weilen, ob als Mensch, Fisch, Baum oder Insekt - alle das gleiche Recht haben, hier zu sein. Während der Titeltrack „Horelia“ Trauerarbeit im Sinne der Solastalgie betreibt. Der Schmerz über den vor unseren Augen stattfindenden Verlust der Arten versinnbildlicht an der Geschichte des fiktiven Abendrotkehlchens: „Das letzte seiner Art / es singt nun ganz allein / ein Lied gedacht / um zwei zu sein.“ Aber wie immer bei Clara Luzia gibt es nicht nur viel zu beweinen, sondern auch noch immer was zu lachen. Humor ist, wenn man trotzdem lacht und so. „Blablabla“ ist so ein Stück, wo es einem die Mundwinkel hochziehen kann. Geschrieben für die sehr empfehlenswerte Web-Serie „Die Massnahme“ (sic!) - an der maßgeblich Claudia Kottal beteiligt war, die nun Teil von „The Quiet Version“ ist - ist „Blablabla“ die satirische Betrachtung einer lokal gefärbten Lebenseinstellung. Leicht verhatscht instrumentiert und performt wirkt die Nummer wie ein altbekanntes Lied, das eh immer schon da war. „Am Fluss“ fließt oberflächlich ruhig dahin, beschreibt aber einen existentiellen Kampf von dem Clara Luzia offen lässt, wer ihn kämpft: Die Ich-Erzählerin? Der Fluss? Beide? „Ein Teil von mir treibt nebenan im Fluss / siehst du denn nicht wie er kämpfen muss / gegen Wehre, Mauern und ander’n Stuss“
Wie auch das Live-Programm ist die Platte in zwei Hälften unterteilt: Eine deutschsprachige und eine englischsprachige. Die Sprache ist für Clara Luzia wie ein weiteres Instrument: Die Klangfarbe muss passen. Deshalb gab es - obwohl Luzia immer auch auf Deutsch geschrieben hat - bisher keine deutschsprachigen Clara-Luzia-Veröffentlichungen. In diesen Rahmen nun aber passt die eigene Stimmung, die die deutsche Sprache mit sich bringt gut - und es kann sein, dass Clara Luzia mit „The Quiet Version“ bald nur mehr Deutsch singt. Aber bleiben wir in der Gegenwart beziehungsweise springen wir noch kurz in die Vergangenheit: „All We Can’t Bend“ - der Opener des Albums - ist eine 20 Jahre alte Nummer, die Clara Luzia bereits mit ihrer ersten Band 2005 veröffentlicht hat. Eine introspektive, melancholisch-luftige Betrachtung einer romantischen Zweierbeziehung - getragen von Kaya Mellers schwebenden Trompetenklängen, die damit gleich den Sound setzt für den Großteil des restlichen Albums. Gillian Welch’s 2001 veröffentlichte bittersüße Antwort auf den damals florierenden illegalen Musikdownload - „Everything Is Free“ - ist auch in Zeiten legalisierten Streamings noch immer gültig mit so treffenden Zeilen wie „Someone hit the big score / they figured it out / that we’re gonna do it anyway / even if it doesn’t pay“. Großes Thema auch auf diesem Album ist der Umgang von uns Menschen mit unseren nicht-menschlichen Mitlebewesen - was wiederum rückwirkt auf unseren Umgang mit Unseresgleichen. Status: Es ist kompliziert. „The Great Barrier Reef“ will daran erinnern, dass wir - egal, in welcher Form wir auf dieser Erde weilen, ob als Mensch, Fisch, Baum oder Insekt - alle das gleiche Recht haben, hier zu sein. Während der Titeltrack „Horelia“ Trauerarbeit im Sinne der Solastalgie betreibt. Der Schmerz über den vor unseren Augen stattfindenden Verlust der Arten versinnbildlicht an der Geschichte des fiktiven Abendrotkehlchens: „Das letzte seiner Art / es singt nun ganz allein / ein Lied gedacht / um zwei zu sein.“ Aber wie immer bei Clara Luzia gibt es nicht nur viel zu beweinen, sondern auch noch immer was zu lachen. Humor ist, wenn man trotzdem lacht und so. „Blablabla“ ist so ein Stück, wo es einem die Mundwinkel hochziehen kann. Geschrieben für die sehr empfehlenswerte Web-Serie „Die Massnahme“ (sic!) - an der maßgeblich Claudia Kottal beteiligt war, die nun Teil von „The Quiet Version“ ist - ist „Blablabla“ die satirische Betrachtung einer lokal gefärbten Lebenseinstellung. Leicht verhatscht instrumentiert und performt wirkt die Nummer wie ein altbekanntes Lied, das eh immer schon da war. „Am Fluss“ fließt oberflächlich ruhig dahin, beschreibt aber einen existentiellen Kampf von dem Clara Luzia offen lässt, wer ihn kämpft: Die Ich-Erzählerin? Der Fluss? Beide? „Ein Teil von mir treibt nebenan im Fluss / siehst du denn nicht wie er kämpfen muss / gegen Wehre, Mauern und ander’n Stuss“
Vinyl
€ 26,99
Auf Lager. Lieferung in 2-3 Werktagen
Bestellungen werktags bis 12 Uhr werden noch am selben Tag versendet
Produktinfos
Veröffentlichungsdatum: 21.11.2025
Set-Inhalt: 1
Produktionsjahr: 2025
Trackliste
A1 All We Can’t BendA2 Dinosaur
A3 Everything Is Free
A4 The Great Barrier Reef
A5 Matter Of The Heart
B1 Am Fluss
B2 Verstaucht
B3 Utopie
B4 Blablabla
B5 Horelia
B6 Alles Einmal Aus
Mitwirkende
Interpret*in: Clara Luzia & the Quiet Version
Produkt anfragen
Hinterlassen Sie ihre E-Mail-Adresse und wir informieren Sie, wenn Horelia wieder verfügbar ist.
Produktinfos
Veröffentlichungsdatum: 21.11.2025
Set-Inhalt: 1
Produktionsjahr: 2025
Trackliste
A1 All We Can’t BendA2 Dinosaur
A3 Everything Is Free
A4 The Great Barrier Reef
A5 Matter Of The Heart
B1 Am Fluss
B2 Verstaucht
B3 Utopie
B4 Blablabla
B5 Horelia
B6 Alles Einmal Aus
